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Blick hinter die Kulissen: Was steckt alles im Entwurf, Thorsten? |
Drei Fragen an Lead-Designer Thorsten Egkert von Zimmer.Obst zur Spielanlage „Kaninchenbau im Naturhain“ auf der Landesgartenschau 2026 in Neuss |
| BU: Geschäftsführer Carsten Obst (links) und Lead-Designer Thorsten Egkert (rechts) am Eröffnungstag |
Gartenschauen sind stets ein Highlight. Die Landesgartenschau 2026 in Neuss wurde am 16. April feierlich eröffnet und Zimmer.Obst war dabei. Denn einer von drei Spielplätzen auf dem Areal ist von uns: der Kaninchenbau. „Den Spielplatz zum ersten Mal tatsächlich gebaut zu sehen, ist einfach toll“, sagt Thorsten Egkert, von dem der Entwurf stammt. „Es ist ein wunderbarer Eindruck, vor der realen Anlage, auf der Kinder spielen, zu stehen, wenn man das Projekt von der Idee, über die Zeichnungen auf dem Bildschirm und Planung begleitet hat und intensiv mit Kolleg:innen aus unseren anderen Abteilungen und natürlich mit den Auftraggebern zusammengearbeitet hat.“ Das Thema Kaninchenbau kam von der Auftraggeberin, der Landesgartenschau Neuss 2026 und dem Büro Franz Reschke Landschaftarchitektur, um auf die Kaninchenpopulation auf dem ehemaligen Rennbahngelände zu verweisen. Die Gestaltung mit Gängen und Kammern, grüne Grashalmspitzen und vieles mehr, was Kinder erkunden können, haben sich Thorsten und das Team um den Projektleiter Carsten Obst überlegt.
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Der Spielplatz Kaninchenbau
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Auf einer relativ kleinen Grundfläche von rund 250 m² lädt die Spielanlage Kinder aller Altersgruppen zum Entdecken, Klettern, Balancieren, Rutschen, mit Sand spielen, Kriechen und Verstecken ein. Herzstück ist die weithin sichtbare Spielstruktur mit mehreren Ebenen, Gängen und Kammern, die ein breites Spektrum an Kletter- und Spielwegen bietet. Drei stilisierte Kammern in Form von polygonalen Körpern aus Holz, die auf Robinienstämmen aufgeständert und auf verschiedenen Höhen über Klettertunnel miteinander verbunden sind, können die Sechs- bis Zwölfjährigen erkunden. Außerdem gibt es für diese Altersgruppe Auf- und Abstiege in die drei Holzpolygone über die Mikado-Balkenstruktur, über Seile und Netze. Kletterziele sind Spielangebote im Innern sowie zwei Rutschen.
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Darüber hinaus gibt es mit Sonnensegeln überspannte Spielbereiche und -geräte für Kleinkinder bis sechs Jahre. Ein Inklusionsbereich mit beispielsweise anfahrbarem Spieltisch, Fingerlabyrinth und einen befahrbaren Kubus geht in den Kletterbereich über.
Für alle ist etwas dabei. Auch an die begleitenden Personen denkt der Lead-Designer Thorsten Egkert beim kreativen Prozess: „Spielplätze sind ein wichtiger Ort zur Zusammenkunft. Das – zumal kleine – Kind geht nicht allein auf den Spielplatz, sondern in Begleitung von Eltern, Großeltern oder anderen Erwachsenen, die auch einen interessanten Ort erleben und sonnengeschützt sitzen sollen.“
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Frage 1: Was ist die Grundlage für Deinen Entwurf? |
„Die Basis ist natürlich der Wunsch des Auftraggebers. Ich beginne mit einer Recherche zum Thema; wie in diesem Fall Kaninchen und ihre Bauten, und lege Moodboards an. Dann mache ich mich mit den örtlichen Gegebenheiten und der Umgebung vertraut: durch die Pläne vom Landschaftsarchitekturbüro sowie digital verfügbares Kartenmaterial. Ich beachte den zur Verfügung stehenden Platz und denke bereits bei der ersten Skizze an die Fallflächen und die Größe des Spielgeräts. Mit dem Zeichenstift in der Hand visualisiere ich am Bildschirm die Ideen und mache sie für andere sichtbar. Die zur Verfügung stehende Fläche reizt Zimmer.Obst übrigens gerne bestmöglich aus. Wir integrieren beispielsweise die Randeinfassung und führen von dieser über Balancierbalken in die Spielfläche. Ziel ist der Entwurf für eine Anlage, die durch konkrete Erfahrungsräume Kindern verschiedener Altersgruppen Entwicklung und Wachstum ermöglicht.“
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Frage 2: Wie fördert der Kaninchenbau Entwicklung und Begegnung?
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„Der Gedanke ‚Spielen ist wachsen, ist lernen‘ schwingt immer mit. Von uns gestaltete Spielplätze sollen ein vielschichtiges Angebot an die Kinder in den jeweiligen Altersgruppen bieten. So ist zum Beispiel eine Mikadostruktur anders und vielseitiger zu beklettern als eine Leiter. Durch das Ausprobieren und Entdecken verschiedener Fähigkeiten wachsen die Kinder. Auch in den Holzkörpern können Kinder Entdeckungen machen. Im Fall des Kaninchenbaus in Neuss war die Zusammenarbeit mit der Auftraggeberin besonders konstruktiv. So ist unter anderem ein Spiegelkabinett das Ergebnis.
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Zudem gibt es einen großen Inklusionsbereich auf dem Spielplatz. Hier ist das Thema Wachstum ebenfalls wichtig, um die Möglichkeiten, die ein beeinträchtigtes Kind hat, zu erweitern und auszureizen. Beim Kaninchenbau haben wir einen Spielsteg an einen Kubus herangestellt und so einen Übergangsbereich für Begegnungen und Interaktion für Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen geschaffen. Auch erwachsene Begleitpersonen, die auf einen Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind, können in diesem Bereich die Kinder begleiten, wenn sie möchten.“
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Frage 3: Wie verbindest Du Kreativität mit Normen wie der DIN 1176? |
„Sicherheit und die entsprechenden Normen spielen von Anfang an beim Entwurf eine wichtige Rolle. Nicht nur die bereits genannten Fallflächen denken wir von Beginn an mit, sondern auch Altersbereiche und Filter, damit die unter dreijährigen Kinder nicht in Höhen kommen, in die sie nicht gelangen sollen. So gestalten wir z. B. höhere Spielwege derart, dass erst die größeren Kinder sie erreichen können. Ich sage immer ‚wir‘ und möchte betonen, dass wir eng im Team arbeiten.
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Jahrzehntelange Erfahrung kommt in der Abteilung Entwurf, Konzeption und Design zusammen. Mit dem Werkplanungsteam stehen wir von Planungsbeginn an außerdem in engem Kontakt. Die Kolleginnen und Kollegen, die nach dem Entwurf die Pläne für die Produktion in der hauseigenen Werkstatt erstellen, sind auch die interne Kontrolle: Sie stellen sicher, dass das Projekt realisierbar ist und vor der Inbetriebnahme sicherheitstechnisch abgenommen werden kann.“
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Individuelle Planung für einzigartige Spielräume |
Für Zimmer.Obst ist der Kaninchenbau mehr als nur ein gebautes Projekt. Der Spielplatz ist Ausdruck eines Verständnisses von Spielraum, das Gestaltung, Nutzung und technische Umsetzbarkeit verbindet und zugleich Interpretationsspielraum lässt. „In jedem unserer Spielplätze stecken viele Ideen, viel Wissen, ein gelungener interner und externer Austausch, eine präzise Produktion und Montage“, sind auch die beiden Geschäftsführer Carsten Obst und Frank Zimmer überzeugt.
Sie wollen den Kaninchenbau selbst vor Ort erleben? Bis zum 16. Oktober 2026 ist die Landesgartenschau Neuss geöffnet.
Mehr zum Projekt: https://zimmerobst.de/kaninchenbau-neuss/ Zur Landesgartenschau: https://www.landesgartenschau-neuss.de/
Zeichnungen und Collagen: Thorsten Egkert / Zimmer.Obst GmbH Foto 1: Zimmer.Obst GmbH alle anderen Fotos : Christo Libuda (Lichtschwärmer) |
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DAS DESIGNSTUDIO VON ZIMMER.OBST Direkt. Kreativ. Kooperativ.
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Unser Designstudio versteht sich als Partner für Architekturbüros, die frühzeitig tragfähige Ideen für Spielräume entwickeln möchten – individuell, visionär und praxisnah.
Wir bieten: - Ideenskizzen auf Basis erster Konzepte
- Entwicklung projektbezogener Spielgeräte
- Beratung zu Materialien, Normen & Realisierbarkeit
- Kurze Wege – direkte Kommunikation
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